Interpretationsansätze zur Bergpredigt
Zwei-Stufen-Ethik
Die radikalen Forderungen der Bergpredigt gelten nur für Mönche und Asketen. Für "normale" Christen dagegen gelten die zehn Gebote.
Zwei-Reiche-Lehre (Luther)
Zwar soll sich ein Christ, wenn es ihn persönlich betrifft an das Gebot der Feindesliebe halten, doch sollte er andere Menschen/Gruppen gegen Böses schützen, notfalls auch mit Gewalt.
Die Lehre von der Gnade Gottes und der Unerfüllbarkeit der Bergpredigt (Luther)
Die Forderungen der Bergpredigt sind unerfüllbar, doch so erkennt der Mensch, dass er auf Gottes Gnade angewiesen ist.
Gesinnungsethik
Es geht nicht darum die Forderungen der Bergpredigt tatsächlich in der Welt umzusetzen, sondern die innere Gesinnung daran auszurichten.
Politische Theologie
Die Forderungen der Bergpredigt sind erfüllbar. Würden alle Menschen so handeln wäre die Welt gerechter und friedlicher.
Verpflichtung zur Politik (Bichsel)
Die Bergpredigt ist eine Aufforderung zu aktivem politischem Handeln. Wir sind dafür verantwortlich Systeme so zu gestalten, dass Armut und Verfolgung verhindert wird und Menschen in Frieden leben können.